Der Korridor Polen-DACH
Commercraft ist auf den Korridor Polen-DACH spezialisiert. Wir helfen Händlern, in beiden Märkten zu gewinnen, ob Sie in der DACH-Region sitzen, in Polen oder weiter entfernt sind und hier wachsen wollen. Wir kennen beide Enden dieses Korridors, weil wir auf beiden Seiten gearbeitet haben. Und es bleibt nicht bei Polen und DACH: Dasselbe Vorgehen setzen wir für jeden einzelnen europäischen Markt oder jede Kombination ein, von Deutschland, Frankreich und den Niederlanden bis nach Skandinavien.
Der DACH-Markt: was er umfasst
DACH steht für drei Märkte: Deutschland, Austria (Österreich) und Confoederatio Helvetica, also die Schweiz. Sie verbindet die deutsche Sprache und ähnliche Erwartungen der Käufer. Steuerlich und zollrechtlich sind es zwei getrennte Welten, denn Deutschland und Österreich gehören zur EU, die Schweiz nicht.
- Deutschland – 83,1 Mrd. € E-Commerce-Umsatz im Jahr 2025, ein Plus von 3,2%, und auf Marktplätze entfallen 56% davon, also 46,2 Mrd. €. Die Prognose für 2026 liegt bei einem Wachstum von 3,8%.
- Österreich – 12,3 Mrd. € Online-Ausgaben laut der Studie vom Juni 2026, ein Plus von 3%, davon 5,4 Mrd. € aus Käufen per Smartphone und Tablet.
- Schweiz – 15,8 Mrd. CHF im Jahr 2025, ein Plus von 6%, und 2,8 Mrd. CHF, also 18%, sind Cross-Border-Käufe. Die Mehrwertsteuer beträgt 8,1%, und bei Sendungen entfällt die Einfuhrsteuer nur, wenn sie höchstens 5 CHF beträgt, also bei Waren bis etwa 62 CHF.
Für Händler aus Polen sind Deutschland und Österreich eine Abwicklung und ein Paket von EU-Pflichten. Die Schweiz ist ein eigenes Projekt, mit Zollabfertigung bei jedem Paket und eigener Mehrwertsteuergrenze.
Quellen: bevh und EHI, Daten zum deutschen E-Commerce 2025 (Januar 2026), Handelsverband, E-Commerce-Studie Österreich (Juni 2026), Marktdaten zum Schweizer E-Commerce 2025, BAZG, Einfuhrsteuer bei Post- und Kuriersendungen (Oktober 2026).
Polen-DACH: warum jetzt
Mehr als die Hälfte des deutschen E-Commerce läuft heute über Marktplätze. Der Einstieg über Amazon.de, Kaufland.de oder OTTO geht deshalb schneller als ein eigener Shop, für den Sie Besucher von null an aufbauen müssen. Käufer in Deutschland vergleichen Ihr Angebot mit dem lokalen Anbieter, der am nächsten Tag liefert, und prüfen die angegebene Lieferzeit, bevor sie ein Produkt in den Warenkorb legen.
Polnische Hersteller haben hier einen Kostenvorteil: Produktion und Lager in Polen, Preise auf deutschem Niveau. Der Vorteil schrumpft, sobald Retouren und Registrierungen in die Rechnung eingehen. In Deutschland geht im Versand an Endkunden fast jedes vierte Paket zurück. Die Registrierung bei LUCID ist in wenigen Minuten erledigt, setzt aber einen Vertrag mit einem dualen System voraus. Rechnen Sie beide Posten durch, bevor die erste Saison beginnt.
Was Versand und Retoure auf dieser Strecke kosten, zeigen wir im Leitfaden Cross-Border-Logistik PL-DACH.
Zielplattformen im DACH-Raum
- Amazon.de – der größte Kanal in Deutschland, 52,0 Mrd. € Marktplatzumsatz im Jahr 2024. Der Professional-Tarif kostet 39 € netto im Monat, die Provisionen liegen in den meisten Kategorien bei 8-15%.
- Zalando – Mode und Lifestyle, über das Partner Program oder Connected Retail. Zalando hat keine offene Registrierung, und Käufer haben 30 Tage Zeit für eine kostenlose Retoure.
- OTTO – Wohnen, Möbel und Elektronik, rund 7,5 Mrd. € GMV im Geschäftsjahr 2025/26, Zulassung nach Bewerbung und Prüfung, Kundenservice auf Deutsch ist Pflicht.
- Kaufland.de – eine Registrierung öffnet neun Märkte, Grundgebühr 39,95 oder 59,95 € netto im Monat, Provision 7-16%. Kaufland nennt eine Reichweite von 220 Mio. potenziellen Kunden.
- home24 – Möbel, Beleuchtung und Deko. Die ersten drei Monate ohne Grundgebühr, danach 39 € im Monat und 9-22% Provision.
- Decathlon – Sport und Outdoor, Partner kommen auf Einladung, Versand innerhalb von zwei Werktagen.
- OBI – Baumarkt und Garten, Marktplatz seit 2024 in Deutschland und seit Juni 2026 in Österreich, rund 13,7 Mio. Besuche im Monat.
Was wir auf den DACH-Märkten tun
- Markteintrittsstrategie – Auswahl der Plattformen, Reihenfolge der Kategorien und Zeitplan, gerechnet auf Ihre Marge.
- Registrierungen – Umsatzsteuer in Deutschland oder Abrechnung über OSS, LUCID und VerpackG, WEEE bei Elektronik, BattDG bei Batterien. Wir zeigen, welche davon Sie betreffen, und führen den Prozess gemeinsam mit Ihnen durch. Wir beraten und helfen bei den Unterlagen, eine Kanzlei sind wir nicht.
- Integrationen – Base.com, ChannelEngine, das PIM oder ERP, das Sie bereits nutzen, sowie der Produktfeed.
- Listing – sind die Daten in gutem Zustand, stellen wir einige Dutzend, manchmal einige Hundert Angebote pro Tag ein. Das Tempo für Ihren Katalog schätzen wir noch vor Beginn der Zusammenarbeit.
- Übersetzungen – wir sind ein internationales Team mit deutschsprachigen Kollegen, deshalb geht jede maschinelle Übersetzung durch eine zweite, menschliche Prüfung, bevor sie auf den Produktseiten landet.
- Kampagnen – Amazon Ads, Zalando Marketing Services, Kaufland Ads.
- Kontoführung – wir behalten Umsatz, Preise und Qualitätskennzahlen laufend im Blick, denn die Kontokennzahlen entscheiden über die Sichtbarkeit der Angebote und bei Amazon auch über eine Kontosperrung.
DACH-Polen: die neue Richtung
Der polnische Markt wächst schneller als die westlichen und hat einen klaren Schwerpunkt. Allegro, das in Polen die Rolle von Amazon spielt, erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 36,87 Mrd. PLN (8,45 Mrd. EUR), 13,7% mehr als im Vorjahr, und hat über 150.000 Verkäufer und über 90 Mio. Produkte.
Deshalb fragen immer mehr Unternehmen aus DACH, Benelux und Skandinavien nach dem Einstieg in Polen. Wir helfen ihnen, dieses Ökosystem zu verstehen und auf die wichtigsten Plattformen zu kommen.
Polnische Plattformen
- Allegro – der dominierende Marktplatz in Polen, 20,9 Mio. aktive Käufer in der Gruppe, davon 15,6 Mio. in Polen. Das Programm Smart!, vergleichbar mit Prime, hat über 9 Mio. Abonnenten.
- Empik – Bücher, Elektronik, Wohnen und Lifestyle. Der Marktplatzumsatz überstieg 2025 die Marke von 1 Mrd. PLN (229,2 Mio. EUR), die Plattform nennt 12 Mio. Käufer und über 30.000 Verkäufer, die Provisionen liegen meist bei 3-13% netto.
- Erli – Generalist mit offenem Modell und einfachem Einstieg, abgerechnet wird nach Verkauf.
Quellen: Allegro, Ergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026 (September 2026), Mitteilung von Empik vom 14. Juli 2026 und die Provisionstabelle von Empik Place (August 2026).
Was wir für Ihren Einstieg in Polen tun
- Marktanalyse – Wettbewerb, Preisniveau und Erwartungen polnischer Käufer, aufgeschlüsselt nach Kategorien.
- Lokalisierung – Übersetzung ins Polnische mit zweiter, menschlicher Prüfung, Kategorienamen und Attribute so, wie Käufer danach suchen.
- Registrierungen – Umsatzsteuer in Polen, BDO (das polnische Abfallregister), Daten für die KYC-Prüfung. Das Konto prüft die Plattform, wir bereiten die Daten vollständig vor und begleiten Sie durch den Prozess.
- Betrieb – Listing, Kampagnen, Kundenservice auf Polnisch und laufende Kontoführung.
Warum Commercraft
- Kenntnis beider Märkte – wir haben auf Seiten eines Marktplatzbetreibers und auf Seiten der Händler gearbeitet, deshalb kennen wir Vorschriften und Feinheiten an beiden Enden des Korridors.
- Sprachen – wir sprechen mit Ihnen und mit der Plattform Polnisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Niederländisch und Rumänisch.
- Größenordnung – das Team hat den Verkauf auf 26 Märkten und sechs Plattformen gleichzeitig betreut.
- Abrechnung – die Betreuung einer Plattform beginnt bei 900 € netto im Monat plus 2 % des betreuten Umsatzes, ausgehend von bis zu 100 neuen SKU pro Monat, die wir für die Plattform anpassen und veröffentlichen, oder bei 1 600 € ohne Provision, und unsere Modelle der Zusammenarbeit beschreiben wir in der Preisliste. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet der Einstieg in den deutschen Markt? Die Fixkosten der Plattformen sind öffentlich: Amazon 39 € netto im Monat, Kaufland 39,95 oder 59,95 €, home24 39 € ab dem vierten Monat. Dazu kommen Registrierungen, die Übersetzung des Katalogs und die Integration. Unsere Betreuung einer Plattform beginnt bei 900 € netto im Monat plus 2 % des betreuten Umsatzes, ausgehend von bis zu 100 neuen SKU pro Monat, die wir für die Plattform anpassen und veröffentlichen, oder bei 1 600 € ohne Provision, und die Gesamtrechnung machen Sie im ROI-Rechner.
Wie lange dauert der Verkaufsstart? Ein Konto bei Kaufland oder Amazon ist schnell eröffnet, die Verifizierung läuft meist per Video-Ident und dauert einige Werktage. Ohne EPR-Nummer aus dem LUCID-Register sperren die Plattformen Angebote in Deutschland. Der Antrag selbst dauert nur wenige Minuten, vorher brauchen Sie aber einen Vertrag mit einem dualen System. Zu Zalando und Decathlon kommen Sie nur auf Einladung, dort bestimmt die Plattform den Zeitplan.
Braucht ein Händler aus Polen eine Firma in Deutschland? Nein. Eine polnische Gesellschaft oder ein Einzelunternehmen verkauft direkt. Eine deutsche Umsatzsteuer-Registrierung braucht es erst, wenn Ware dort lagert, zum Beispiel bei FBA. Die Abrechnung über OSS ersetzt diese Registrierung nicht.
Helfen Sie auch Unternehmen aus dem DACH-Raum beim Einstieg in Polen? Ja. Wir begleiten das gesamte Onboarding auf Allegro, bei Empik und auf den übrigen polnischen Plattformen, in Ihrer Sprache.
Quellen
Markt- und Regulierungsdaten, Stand Oktober 2026: bevh und EHI (E-Commerce in Deutschland 2025, Marktplatzanteil, GMV der Plattformen), OTTO (Geschäftsjahr 2025/26), Handelsverband (E-Commerce-Studie Österreich, Juni 2026), Marktdaten zum E-Commerce in der Schweiz 2025, BAZG (Einfuhrsteuer bei Sendungen), Allegro (Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026), Empik (Mitteilung vom 14. Juli 2026), Bedingungen des Kaufland Global Marketplace, sell.amazon.de (Preise), home24sellerportal.com (FAQ für Verkäufer), Universität Bamberg und EHI (Retouren in Deutschland 2025), VerpackG und ZSVR (LUCID).
Umrechnung in EUR: NBP-Kurs vom 18.09.2026 (Tabelle 182/A/NBP/2026), 1 EUR = 4,3633 PLN.
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Wir führen Ihr Projekt in beide Richtungen des Korridors Polen-DACH, strategisch und operativ.