Amazon Gebühren 2026: Provision, Tarif und FBA im Überblick

Amazon rechnet drei Kostenblöcke ab: den Verkaufstarif, die Verkaufsprovision je Kategorie und, falls Sie FBA nutzen, Versand- und Lagergebühren. Die Provision liegt in den meisten Kategorien zwischen 8% und 15%, bei Computern und Elektronik sind es 7%. Mindestens fallen 0,30 EUR je verkauftem Artikel an. Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus der Preisübersicht von Amazon, geprüft am 21. September 2026.

Autor: Borys Terlecki · Marketplace-Vertrieb und Implementierungen bei Commercraft · aktualisiert: September 2026

Kurz gefasst

Drei Posten entscheiden: der Tarif Professional für 39 EUR im Monat ohne Umsatzsteuer, die Verkaufsprovision von meist 8 bis 15 % je Kategorie (mindestens 0,30 EUR je Artikel) und bei FBA die Versand- und Lagergebühren.

Amazon berechnet die Provision auf den Gesamtpreis, den der Käufer zahlt; bei einem Artikel für 200 EUR liegen zwischen 7 % und 15 % 16 EUR Unterschied, also prüfen Sie vor dem Start die Kategorie.

FBA kostet ab 2,33 EUR je Einheit plus 1,5 % Treibstoff- und Logistikzuschlag, die Lagerung im vierten Quartal 52,20 EUR je Kubikmeter statt 27,54 EUR, und jede Erstattung kostet 20 % der Provision, höchstens 5,00 EUR.

Amazon Gebühren im Überblick

Drei Positionen entscheiden über Ihre Marge. Der Verkaufstarif kostet 39 EUR im Monat ohne Umsatzsteuer, unabhängig von der Stückzahl. Die Verkaufsprovision zieht Amazon von jedem Auftrag ab. FBA-Gebühren fallen nur an, wenn Amazon lagert und versendet.

In der Praxis rechnen Sie zusätzlich mit zwei kleineren Posten: dem Treibstoff- und Logistikzuschlag von 1,5% auf FBA-Versandgebühren und der Erstattungsverwaltungsgebühr bei Retouren. Beides beschreiben wir weiter unten mit Zahlen.

Amazon Provision nach Kategorie

Die Verkaufsprovision hängt von der Kategorie ab, in manchen Kategorien zusätzlich vom Preis des Artikels. Mindestens berechnet Amazon 0,30 EUR je verkauftem Artikel, außer in Büchern, Musik, Video, DVD, Software, Videospielen und Gaming-Zubehör, Videospielkonsolen sowie Lebensmitteln und Gourmet.

Tabelle 1: Kategorien mit fester Provision (Stand 21.09.2026)

KategorieProvision
Computer, Unterhaltungselektronik, Großgeräte, Reifen7%
Videospielkonsolen8%
Bier, Wein und Spirituosen10%
Gewerbliches Elektro- und Energiezubehör, Handgemachte Produkte, Musikinstrumente und AV-Produktion12%
Werkzeuge und Heimwerkerbedarf, Zubehör für Möbel, Tür-, Fenster- und Duschzubehör, Klebstoffe und Kabelbinder13%
Küche, Heimtextilien und Teppiche, Rasen und Garten, Sport und Outdoor, Spielzeug und Spiele, Bürobedarf, Haustierbedarf, Gepäck, Matratzen, Schuhe, Brillen, Fahrradzubehör, Rucksäcke und Handtaschen, Bücher, Musik, Video und DVD, Software, alle weiteren Kategorien15%
Amazon-Gerätezubehör45%
Kategorien mit preisabhängiger Provision anzeigen
KategorieProvision
Automobil und Motorsport15% bis 50 EUR Gesamtpreis, 9% auf den Anteil darüber
Elektronisches Zubehör, Computerzubehör15% bis 100 EUR, 8% auf den Anteil darüber
Drucker- und Scannerzubehör15% bis 100 EUR, 8% auf den Anteil darüber
Möbel15% bis 200 EUR, 10% auf den Anteil darüber
Schmuck20% bis 250 EUR, 5% auf den Anteil darüber
Uhren15% bis 250 EUR, 5% auf den Anteil darüber
Babyprodukte, Kinderwagen und Sicherheitsausrüstung8% bei Gesamtpreis bis 10 EUR, sonst 15% auf den gesamten Preis
Beauty, Gesundheit und Körperpflege8% bei Gesamtpreis bis 10 EUR, sonst 15%
Wiederverwendbare Arbeits- und Schutzhandschuhe8% bei Gesamtpreis bis 10 EUR, sonst 15%
Haushaltsprodukte8% bei Gesamtpreis bis 20 EUR, sonst 15%
Lebensmittel und Gourmet5% bei Gesamtpreis bis 10 EUR, sonst 15%
Kleidung und Nahrung für Haustiere5% bei Gesamtpreis bis 10 EUR, sonst 15%
Vitamine, Mineralien und Nahrungsergänzungsmittel5% bei Gesamtpreis bis 10 EUR, sonst 15%
Kleidung und Accessoires5% bis 15 EUR, 10% von 15 bis 20 EUR, 15% über 20 EUR, jeweils auf den gesamten Preis

Achten Sie auf den Unterschied zwischen beiden Mustern. Bei Möbeln, Schmuck und Uhren greift der niedrigere Satz nur auf den Betrag oberhalb der Schwelle. Bei Kleidung, Lebensmitteln und Beauty entscheidet der Preis darüber, welcher Satz für den gesamten Artikel gilt.

Worauf Amazon die Provision berechnet

Grundlage ist der Gesamtpreis (Gesamtpreis im Sinne der Preisübersicht), also der Artikelpreis mit allen Positionen, die der Käufer zahlt. Bei preisabhängigen Kategorien entscheidet dieser Gesamtpreis über die Schwelle.

Prüfen Sie vor dem Start, in welcher Kategorie Ihr Sortiment tatsächlich landet. Zwischen 7% und 15% liegt bei einem Artikel für 200 EUR ein Unterschied von 16 EUR je Bestellung.

Verkaufstarife: Professional und Einzelanbieter

Der Tarif Professional kostet 39 EUR im Monat ohne Umsatzsteuer, unabhängig davon, wie viele Artikel Sie verkaufen. Der Tarif Einzelanbieter kostet 0,99 EUR je verkauftem Artikel ohne Umsatzsteuer, dafür entfällt die Monatsgebühr.

Rechnen Sie den Umschlagpunkt selbst aus: Ab rund 40 Bestellungen im Monat ist Professional günstiger. Für Marken kommt hinzu, dass Werbung, A+ Content und der Zugang zum Brand Store an Professional hängen.

FBA: Versand- und Lagergebühren

Bei FBA zahlen Sie je Einheit eine Versandgebühr nach Größe und Gewicht. Die Ratenkarte, gültig ab 1. Juli 2026, nennt für kleine Sendungen diese Werte:

GrößenklasseVersandgebühr
Leichter Umschlag bis 20 g2,33 EUR
Leichter Umschlag bis 100 g2,54 EUR
Standardumschlag bis 460 g2,68 EUR
Standardpaket bis 400 g3,42 EUR
Standardpaket bis 900 g3,44 EUR

Auf die Versandgebühr kommt ein Treibstoff- und Logistikzuschlag von 1,5%. Die Lagergebühr rechnet Amazon je Kubikmeter und Monat ab, mit deutlich höheren Sätzen im vierten Quartal:

LagerartJanuar bis SeptemberOktober bis Dezember
Standardgröße, die meisten Kategorien27,54 EUR/m³52,20 EUR/m³
Standardgröße, Bekleidung, Brillen, Schuhe, Taschen19,99 EUR/m³29,23 EUR/m³
Übergröße21,78 EUR/m³34,49 EUR/m³

Wer saisonal verkauft, sollte die Bestandsplanung an diesen beiden Spalten ausrichten. Ein Kubikmeter im Dezember kostet fast das Doppelte.

Retouren: Erstattungsverwaltungsgebühr

Erstattet Amazon einen Auftrag, behält es eine Bearbeitungsgebühr für Erstattungen ein. Sie beträgt 20% der Verkaufsprovision, höchstens 5,00 EUR.

Bei einem Artikel für 40 EUR mit 15% Provision sind das 1,20 EUR je Retoure. Kalkulieren Sie diese Position in Kategorien mit hoher Retourenquote von Anfang an mit ein.

Beispiel: Artikel für 40 EUR in der Kategorie Küche

Ein Artikel kostet 40 EUR inklusive Versand, die Kategorie Küche liegt bei 15%. Die Provision beträgt 6,00 EUR. Die FBA-Versandgebühr für ein Standardpaket bis 400 g liegt bei 3,42 EUR, mit dem Zuschlag von 1,5% sind es 3,47 EUR.

Nach beiden Positionen bleiben 30,53 EUR, bevor Wareneinsatz, Werbung und Umsatzsteuer abgezogen sind. Bei 200 Bestellungen im Monat kommen 0,20 EUR je Bestellung für den Verkaufstarif hinzu.

Rechnen Sie Ihren eigenen Fall im ROI-Rechner durch.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Amazon Provision 2026?

Je nach Kategorie meist zwischen 8% und 15%, bei Computern und Elektronik 7% und für günstige Artikel in einigen Kategorien 5%, mit Ausnahmen nach oben: Schmuck startet bei 20%, Amazon-Gerätezubehör liegt bei 45%. Mindestens 0,30 EUR je Artikel.

Was kostet ein Amazon Verkäuferkonto im Monat?

Der Tarif Professional kostet 39 EUR ohne Umsatzsteuer im Monat. Im Tarif Einzelanbieter zahlen Sie stattdessen 0,99 EUR je verkauftem Artikel.

Worauf berechnet Amazon die Verkaufsgebühr?

Auf den Gesamtpreis, den der Käufer zahlt. In preisabhängigen Kategorien entscheidet dieser Betrag zugleich über den anzuwendenden Satz.

Was kostet FBA?

Je Einheit eine Versandgebühr nach Größe und Gewicht, ab 2,33 EUR für leichte Umschläge bis 20 g, dazu 1,5% Treibstoff- und Logistikzuschlag sowie die Lagergebühr je Kubikmeter.

Wie teuer ist die Lagerung im vierten Quartal?

52,20 EUR je Kubikmeter und Monat für Standardgröße in den meisten Kategorien, gegenüber 27,54 EUR von Januar bis September.

Was kostet eine Retoure bei Amazon?

Die Bearbeitungsgebühr für Erstattungen beträgt 20% der Verkaufsprovision, höchstens 5,00 EUR.

Borys Terlecki

Über den Autor

Borys Terlecki – Marketplace-Vertrieb und Implementierungen bei Commercraft. Zuvor arbeitete er auf der Betreiberseite von Marktplatzplattformen (Mirakl, München), heute bringt er Marken auf Marktplätze in Polen und der DACH-Region und führt ihre Konten.

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